Übersicht der Anlegertypen


Anlagen sowie auch Aktien unterscheiden sich insbesondere durch ihre unterschiedlichen Risiken. Deshalb ist es hilfreich sich die genauen Unterschiede einmal anzusehen. Genauso können auch Anleger unterschiedliche Risikobereitschaften aufweisen. Danach können die Anlagen und Aktien den entsprechenden Anlegertypen zugeordnet werden, um den Bedürfnissen der Anleger gerecht zu werden.

 

Ein Anlegertyp, der auf Nummer Sicher gehen will und nur wenige Verluste in Kauf nehmen will, ist der sicherheitsorientierte Anleger. Das verfolgte Ziel dieser Art von Anleger ist eine abgesicherte Steigerung des Ertrags. Wichtig dabei ist auch der kontinuierliche Anstieg der Werte. Dabei ist die Anlage gegen Kapitalverlust geschützt, sodass das eingezahlte Kapital in jedem Fall erhalten bleibt.

 

Eine solche Anlage ist für einen mittel- oder langfristigen Anlagehorizont ausgelegt und weist nur im kurzfristigen Bereich Kursschwankungen auf. Die Gewinne bei einer solchen sicherheitsorientierten Anlage richten sich nach einer marktgerechten Verzinsung. Im Normalfall liegt die Rendite somit über den Zinszahlungen einer Festgeldanlage. Ratsam ist bei dieser Anlage eine Laufzeit von mindestens sechs Monaten. Oftmals finden sich solche Anlagemöglichkeiten im Bereich der Fonds, somit auch bei den Immobilienfonds.

 

Die hohe Sicherheit geht dabei immer auf Kosten der Rendite, denn diese kann in vielen Fällen so niedrig ausfallen, dass nicht einmal die Inflation ausgeglichen wird. Formen dieser Art der Anlage sind das Sparbuch, das Tagesgeldkonto, das Festgeld sowie das Bausparen und die Bundeswertpapiere. 

 

Musterdepots zu einem solchen Anlegertypen schließen den Kauf von Aktien jedoch nicht gänzlich aus. Deshalb sollte auch im Depot ein kurzfristiger Verlust zu verkraften sein. Ist der Markt positiv gestimmt, liegen etwa 40 Prozent des Vermögens in Aktien. Daneben werden ebenso viele Anleihen gekauft. 15 Prozent in Immobilien investiert, gelten als wertstabil.

 

Dabei entsteht ein Puffer von fünf Prozent, der in kurzfristige Anlagen investiert werden kann. Noch sicherer geht es auch, wenn ein Anleger überhaupt keinen Verlust in Kauf nehmen will. Dann sind Zinskupons eine gute Möglichkeit, um eine sehr sichere Rendite zu erzielen. In durchschnittlichen Zeiten sollten dann rund 20 Prozent in Aktien investiert sein. Durch den hohen Anteil an stabilen Werten, wird das Depot ganzheitlich so ausgeglichen, dass keine Verluste möglich sind. 

 

 

Lerneinheit Unterpunkte
 Strategie und Handel

 

Signale und Trends, Anlegertypen, Anleihen & Fonds,

Rendite & Split, Strategie Verkauf

  

Bewertung von Aktien

 

Dividende, Analysten, Kennzahlen

 

Aktienmärkte

 

 Aktien USA, Aktien China

 


Übersicht der Anlegertypen

 

 

Konservativ anlegen

Die konservativen Anleger verfolgen ein etwas höher gestecktes Ziel. Hohe Kursgewinne und damit erhöhte Renditen werden von einer Anlage erwartet. Dies ist eine Möglichkeit eine deutlich höhere Rendite zu erhalten, als es bei sicherheitsorientierten Anlagen der Fall ist, kann der Anleger eingehen, indem er ein gleichzeitig auch ein höheres Risiko eingeht.

 

Trotzdem bleibt die Sicherheit für diesen Anleger ein wichtiges Ziel. Damit werden aber auch Zins- und Währungsfonds eingeschlossen. Hinzu kommen niedrige Bonitätsrisiken, sodass ein Kapitalverlust immerhin in Betracht kommt, aber trotzdem eher unwahrscheinlich erscheint. Dafür bekommt der Anleger allerdings beim Durchhalten eine Belohnung in Form von höheren Renditen. Geduld braucht der Anleger trotzdem, denn der empfohlene Anlagehorizont liegt bei drei Jahren und länger.

 

Häufig genutzte Fonds, die dieses Ziel erreichen können, sind internationale Rentenfonds sowie auch Heimische. Aber auch offene Immobilienfonds gehören in diese Kategorie. Hinzu kommen alle Fonds der Risikoklasse 1. Ein mittleres Wachstum wird mit einem Musterdepot erreicht, das auf Renditen mit Dividendentiteln setzt.

 

Aktien werden hierbei zu über 50 Prozent eingesetzt. Demgegenüber muss dann natürlich ein Wertpapier mit einer hohen Sicherheit stehen. Dazu werden Anleihen benutzt, die stabile Zinsen erwirtschaften und in ihrem Kurs sehr sicher sind. Immobilien sollten in diesem Depot zu zehn Prozent Platz finden. Die Liquidität kann dabei bei rund fünf Prozent angesiedelt werden. 

 

 

Gewinnorientierte Anlage

Das höchste Risiko, aber dafür auch die höchsten Gewinnchancen trägt der gewinnorientierte Anleger. Renditen und Gewinne stammen bei den Anlagen dieses Anlegertyps vornehmlich aus dem Aktienmarkt, sodass natürlich auch Immobilienaktien in Frage kommen. Die Anlagen sind jedoch hohen Zins- oder Wahrungsschwankungen ausgesetzt.

 

Zudem sind auch die Bonitätsrisiken erhöht, sodass das Verlustrisiko übermäßig ansteigt. Dagegen stehen die Chancen, die in hohen Gewinnen auf langfristige Sicht gesehen, bestehen. Deshalb spricht man auch von kursgewinnorientierten Anlagen. Deutlich länger ist dementsprechend die Laufzeit, die bei fünf Jahren oder länger angesetzt ist.

 

Internationale Rentenfonds mit Bonitätsrisiken, gehören zu den Anlagemöglichkeiten sowie auch deutsche Aktienfonds und internationale Aktienfonds. Zudem können alle Fondsgruppen der Risikoklassen 1 und 2 gekauft werden, wenn gewinnorientiert angelegt werden soll. 

 

In einem Musterdepot, das zum gewinnorientierten Anleger passt, sollte es hauptsächlich Dividendentitel geben. 70 Prozent erscheinen dabei durchaus angemessen. Da es um lange Laufzeiten geht, muss der Anleger auch beim Depot Ruhe bewahren und schlechte Zeiten schlichtweg aussitzen können.

 

Besonders brenzlich gestaltet sich ein solches Depot, wenn der hohe Anteil an Aktien Verluste erzeugt, da die übrigen Papiere diese nur schwer ausgleichen können. Deshalb ist es äußerst ratsam diese Art von Depot zu einem Anlagezeitraum von drei bis fünf Jahren festzulegen.

 

Beim Anleger sollte vorher eine erhöhte Risikoneigung abgeklärt werden. Zahlreiche Anleger können jedoch nicht einfach in diese theoretische Einteilung zugeordnet werden, sondern entsprechen viel eher Mischtypen.

 

Dies kann auch ein Vorteil sein. Allgemein wird sowieso empfohlen das Vermögen zu streuen. Damit wird das Risiko einer Anlage durch eine weitere Anlage wieder ausgeglichen. Deshalb sollte bei jeder Anlage genau überlegt werden, in welche Kategorie diese gehören soll und wie sie in das persönliche Portfolio passt. 

 

 

Institutionelle Anleger

Neben den privaten Anlegern, die in der Regel kein vertieftes Finanzwissen haben, treten auch die institutionellen Anleger auf. Dabei handelt es sich um professionelle Anleger und auch ihre Gegenparteien.

 

Diese sogenannten geeigneten Gegenparteien bestehen aus Anlegern, die gleichzeitig auch Emittenten sind. Dazu zählen sowohl Banken als auch staatliche Institutionen. Zu den professionellen Anlegern zählt man, wenn man ein hohes Wertpapiervermögen von mehr als 500.000 Euro hat und daneben über berufstypische Kenntnisse verfügt.

 

Das bedeutet, dass mindestens eine einjährige Berufserfahrung in der Finanzbranche besteht. Die Erfahrung kann aber auch aus einer eigenen, praktischen Handelserfahrung bestehen. Den Rahmen bilden dabei mindestens 10 Transaktionen pro Quartal in den letzten zwölf Monaten. Jede Transaktion muss dabei einen Mindestumsatz von 25.000 Euro haben. Die Bezeichnung für diese professionellen Anleger sind geborene und gekorene Anleger.

 

Geborene professionelle Anleger sind von Beginn an professionell und bekommen von Banken nicht automatisch das höhere Schutzniveau, sondern nur wenn die darum bitten. Gekorenen Anlegern hingegen darf die Bank erst den Schutz entziehen, wenn diese der Einstufung zugestimmt haben. Damit ist abgesichert, dass Privatpersonen ihren Privatanlegerschutz nicht ohne vorherige Einstimmung verlieren.