Aktien: Rendite und Split


Aktien Rendite – Gewinn erzielen

Besonders in Zeiten niedriger Leitzinsen der Europäischen Zentralbank sind Aktien eine lukrative Geldanlage. Aktien können zu hohen Verlusten führen, doch beinhalten sie auch ein hohes Gewinnpotenzial. Die Aktien Rendite gewährt Auskunft darüber, wie erfolgreich die Investition in eine Aktie ist. 

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Was Anleger über die Aktien Rendite wissen sollten

Die Aktienrendite dient zur Bewertung des Erfolgs von Aktien. Eine Dividendenrendite beschreibt das Verhältnis der Dividende zum gegenwärtigen Kurs.

 

Die Dividende ist eine Ausschüttung, deren Höhe vom Vorstand der Aktiengesellschaft vorgeschlagen und von der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit beschlossen wird. Bei deutschen Aktien erfolgt die Dividendenzahlung einmal jährlich, zumeist im Frühjahr.

 

Bei ausländischen Aktien kann die Dividende auch mehrmals im Jahr gezahlt werden. Die Dividendenzahlung US-amerikanischer Aktien erfolgt zumeist quartalsweise. Die Aktien Rendite gewährt Auskunft über die Entwicklung eines Aktienengagements über einen bestimmten Zeitraum. Sie berücksichtigt dabei

 

• Angefallene Dividenden

• Eventuelle Kurssteigerungen

Eine Dividendenrendite kann nur positiv ausfallen. Eine Aktienrendite bildet hingegen auch Kursverluste ab und kann daher auch negativ sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktienrendite negativ ist, wird umso geringer, je länger das Engagement der Aktie besteht.

 

Die Aktienrendite wird über einen bestimmten Zeitraum nach folgender Formel berechnet:

 Aktienrendite =

           (Endaktienkurs – Anfangsaktienkurs) + Dividenden

                                                    : Anfangsaktienkurs

 

Wie Anleger eine gute Aktienrendite erzielen können

Anleger können die Aktienrendite verbessern, indem sie die Aktien über einen längeren Zeitraum halten.

Hält ein Anleger seine Aktie über drei Jahre, kann er bei einer deutschen Aktie drei Dividendenzahlungen erhalten, was die Rendite verbessert. Anleger sollten auch die Gebühren für die Ausgabe der Aktien berücksichtigen.

 

Bei den Online-Brokern fallen die Gebühren niedriger aus als bei den Banken.

Die Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus. 

 

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Die richtigen Aktien aufbauen

Um eine gute Rendite zu erzielen, können Anleger ihr Aktienportfolio entsprechend aufbauen. Vor der Investition in Aktien sollten Anleger sich über die Kurse der anvisierten Aktien über einen bestimmten Zeitraum informieren. Informationen über die Rendite sind auch auf einschlägigen Börsenportalen im Internet zu finden. Mit der Streuung des Risikos kann die Rendite verbessert werden.

 

Anleger sollten Aktien aus verschiedenen Branchen erwerben und dabei besonders auf gewinnträchtige Branchen wie Biotechnologie, Pharma-Branche, Chemie oder Technologie achten. Die Risikostreuung ist auch mit Aktien verschiedener Indizes wie DAX, SDax, TecDax oder EuroStoxx möglich. Werden auch ausländische Aktien geordert, kann die Aktien Rendite erhöht werden, da bei ausländischen Aktien zumeist häufiger eine Dividendenzahlung erfolgt. Hohe Renditen über längere Zeit versprechen auch Aktien aus Schwellenländern wie Indien und China, doch ist das Risiko nicht zu vergessen.

 

Lerneinheit Unterpunkte
 Strategie und Handel

 

Signale und Trends, Anlegertypen, Anleihen & Fonds,

Rendite & Split, Strategie Verkauf

  

Bewertung von Aktien

 

Dividende, Analysten, Kennzahlen

 

Aktienmärkte

 

 Aktien USA, Aktien China

 


Aktiensplit und die Bedeutung

Manche Unternehmen verwandeln die vorhandenen Aktien in neue Aktien. Um die Anzahl der Aktien zu erhöhen, ist der Nominalwert geringer. Der Aktienkurs wird ebenfalls niedriger.

 

Somit kann besser mit den Aktien gehandelt werden, da sie ja billiger geworden sind. Vorsichtige Anlieger werden eher davon überzeugt, diese Aktien zu kaufen.

Um einen Split durchführen zu können, ist die Zustimmung der Aktionäre unbedingt erforderlich.

 

Die Abstimmung erfolgt auf der Hauptversammlung als Extra-Tagesordnungspunkt. Die Mehrheit der Aktionäre muss zustimmen.

Durch die günstigeren Aktien werden auch Kleinanleger dazu animiert, mehr zu kaufen als eigentlich beabsichtigt war.

 

Kostete eine Aktie beispielsweise vorher 20 Euro, nach dem Split nur noch 2 Euro, sind viele Anleger davon angetan, statt 2 „alte Aktien“ zum damaligen Wert von 40 Euro, jetzt 15 neue Aktien zu kaufen zu immerhin nur 30 Euro. Diese Psychologie verspricht Erfolg.

Das Ziel ist, mehr Anleger anzulocken. 

 

Was bedeutet dies für den Anleger

 Erst einmal ist nichts von großer Bedeutung geschehen. Die neuen Aktionen werden automatisch in die Aktiendepots der Aktionäre eingebucht. Das bedeutet, dass die alten Aktien eingezogen und durch neue Aktien mit dem niedrigeren Nennwert ersetzt werden.

 

Die Wertpapierkennnummer (WKN) bleibt, kann jedoch unter Umständen durch eine internationale Wertpapierkennnummer ersetzt werden, bezeichnet als ISIN.

 

Ein kleines Beispiel, das Verhältnis liegt bei 1:2, somit wird eine alte Aktie durch zwei neue Aktien ersetzt. Selbstverständlich verfügt der Aktionär nun über die doppelte Menge. Wenn die Nachfrage zu den niedrigeren Aktien steigt, kann der Depotwert steigen. Wenn sich die Anleger allerdings in der Mehrzahl zum Verkauf entscheiden, kann der Kurswert sinken und ebenfalls der Depotwert.

 

Durch den Split werden auch Kleinanleger aufmerksam, sodass Bewegung in den Aktienhandel kommt. Der Börsenwert des Unternehmens bleibt davon unberührt. Wenn ein Unternehmen niemals einen Aktiensplit durchführt, haben die Aktien so einen hohen Wert, dass nur noch wenige Käufer diesbezüglich Geschäfte tätigen können. 

 

Manche Unternehmen arbeiten weiterhin mit teuren Aktien

Der Investor Warren Buffett beispielsweise will keine Aktionäre „minderer Qualität“ haben. Eine Aktie hat immerhin einen Wert von über 100.000 Dollar. Viele Riesenunternehmen, wie auch die Schweizer Firma Lindt & Sprüngli, sind absolut gegen eine solche Maßnahme.

 

Diese überaus teuren Aktien nennen sich „schwere Aktien“. Experten reden davon, dass eine Aktie nicht 100 Euro überschreiten sollte. Wenn das der Fall ist, kann ein Aktiensplit in Erwägung gezogen werden. Auf der anderen Seite ist es auch nicht positiv, wenn der rechnerische Wert pro Aktie unter einem Euro liegt.


Ein Beispiel vom Aktienkauf

Folgendes Beispiel soll verdeutlichen, wie ein Handel mit Aktien aussehen kann. Es werden zunächst 50 Aktien von Unternehmen A gekauft und das für 20 Euro pro Stück, bei einer Grundgebühr von 50 Euro und variablen Einkaufskosten von 1 Euro (die Zahlen sind rein fiktiv, die Kosten sind in der Regel um ein vielfaches geringer). Entsprechend wurde für 1100 Euro Aktien eingekauft. Der Preis der Aktien belief sich zwar auf 20 Euro, die Kosten für den Einkauf jedoch auf 22 Euro pro Stück.

 

Es wird angenommen, dass die Aktie von Unternehmen A zu jenem Zeitpunkt auf dem Jahrestief war und ihr Kurs steigt. Kurssteigerungen fallen selten extrem aus, weshalb der neue Kurs in diesem Szenario nun bei 25 Euro liegt. Würden sämtliche Aktien verkauft werden können, zu genau diesem Kurs, würde der reine Erlös bei 1250 Euro liegen. Dies entspricht einer Differenz von 150 Euro gegenüber dem Einkaufspreis. Zusätzlich fallen jedoch entsprechend Gebühren für den Verkauf an, welche zur Vereinfachung mit den Einkaufsgebühren gleichgestellt werden. Dies sind bei 50 Aktien wieder 100 Euro, weshalb von den 150 Euro nur 50 Euro überbleiben. Prozentual ausgedrückt wurde ein Gewinn von 5% erwirtschaftet (1000 Euro = 100 %, 1050 = 105%).

 

Die Kosten für eine Order liegen in der Regel weitaus niedriger als im vereinfachten Beispiel dargestellt, entsprechend würde der Gewinn auch höher ausfallen. Wichtig ist zu beachten ist jedoch die Tatsache, dass durch den Handel von Aktien mehr Geld angehäuft werden kann, ein extremer, sprunghafter Anstieg aber unrealistisch ist. Nicht jeder auf dem Aktienmarkt wird automatisch wohlhabend, es wird schließlich von einer Investition gesprochen und nicht von einem Freischein zum Reichtum.

 

Es sollte Gewissenhaft gehandelt werden, denn die Zeit zwischen Einkauf und Verkauf kann theoretisch mehrere Jahre betragen. Der Kurs einer Aktie hängt von Nachfrage und Angebot ab und je besser es einem Unternehmen (augenscheinlich) geht, desto höher wird es nachgefragt. Eine Beobachtung der wirtschaftlichen Situation kann Prognosen und Einschätzungen möglich machen, sie sind jedoch kein Garant dafür, dass auch das gewünschte bzw. erahnte auch garantiert eintrifft.

 

Dieses Risiko lässt sich nicht auf 0 reduzieren, aber dermaßen absenken, dass es sich praktisch nicht mehr bemerkbar macht. Eine höhere Risikobereitschaft bringt in vielen Fällen auch eine bessere Möglichkeit Gewinn zu machen. Die Möglichkeit viel oder gar alles zu verlieren ist aber ebenso Teil dieser Haltung. Für Einsteiger ist es nicht zu empfehlen entsprechend aufzutreten auf der Börse, denn daher rührt die Zockermentalität. Große Erwartungen stoßen auf Realität und dann ist guter Rat teuer, denn eine Geld-Zurück-Garantie gibt es auf der Börse nicht, denn am Ende des Tages müssen alle Konten ausgeglichen sein.

 

Dabei wird inzwischen alles digitalisiert organisiert und verwaltet. Die Tage, wo sich Broker noch wie im Hühnerstall auf das Parkett begaben und ihr Anlegen hinaus schrien sind schon lange nicht mehr modern und realitätsnah. Order können praktisch in Echtzeit gehandelt werden. Börsenzeiten gibt es dennoch und diese sollten beachtet werden. Denn außerhalb der Börsenzeiten ist die Möglichkeit Aktien zu kaufen und zu verkaufen stark eingeschränkt und meist nur auf den Direkthandel mit anderen Interessenten möglich.

 

Als Dividende wird die Gewinnausschüttung eines Unternehmens bezeichnet, welches einen Teil seines Gewinns mit den Aktionären teilt. Der zuvor beschriebene Grad an Digitalisierung auf der Börse ermöglicht es, die Dividende direkt auf das Anlegerkonto einzuzahlen. Dividenden sind jedoch von Jahr zu Jahr unterschiedlich hoch und es kann auch vorkommen, dass überhaupt gar keine Dividende ausgezahlt wird.

 

Ein Wegfall der Dividende muss nicht unbedingt auf eine schlechte, wirtschaftliche Situation schließen lassen. Es können in diesem Bereich auch Rücknahmen getätigt werden, weil höhere Investitionen bevorstehen oder aktuell noch anstehen. Ein Unternehmen in Form einer Aktiengesellschaft gehört sich jedoch nicht selber, sondern wird vom Eigentum her auf seine Aktionäre aufgeteilt. Bestimmte Entscheidungen müssen auf einer jährlichen Jahres-Hauptversammlung gefällt werden und jede Person die eine stimmberechtigte Aktie (es gibt auch stimmlose) verfügt, darf an dieser Versammlung teilnehmen und bei jedem Punkt mit abstimmen. Dadurch existiert von Seiten der Aktionäre ein jährlich mindestens einmalig anstehendes Instrument zur Kursänderung eines Unternehmens.